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Die Geschichte

Das „Wasser des Lebens“ stammt von dem Lateinischen „aqua vitae“. Im Gälischen ist es „uisce beatha“, daraus wurde im Laufe der Zeit Whiskey. Erfunden haben den Whiskey irische Mönche im 6. Jahrhundert. Zunächst wurde der Whiskey nur zur äußeren Anwendung genutzt, bis man später den Genuss beim Trinken entdeckte.

 

Irischer Whiskey wird aus Gerste, Hefe und Wasser hergestellt. Für den Malt Whiskey wird gemälzte Gerste genutzt, die über dem Feuer getrocknet wird.

 

Merkmale des irischen Whiskey

 

Es gibt bestimmte Merkmale, durch die sich der irische Whiskey vom schottischen Whisky unterscheidet. Auf den ersten Blick fällt die Schreibeweise auf. Irischer Whiskey wird mit E geschrieben. Dies war nicht immer so. Am Anfang gab eine keine einheitliche Schreibweise. Manche Destillerien schrieben Irish Whisky, andere Irish Whiskey. Um sich von dem schottischen Whisky unterscheiden zu können setzte sich die Schreibweise Whiskey durch. Außerdem wird der irische Whiskey dreifach destilliert und die gemälzte Gerste nicht über Torffeuer gedarrt. Dadurch entsteht der typisch milde Geschmack des Whiskeys. Das Destillat wird mindestens 5 Jahre gelagert, meistens ist die Lagerzeit aber wesentlich länger.

 

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Der irische Whiskey wird in drei Arten unterteilt: Single Malt, Blended und Single Pot Still. Typisch für Irland und einzigartig auf der Welt sind die Single Pot Stills. Diese wurden aus der Not geboren, als die Engländer anfingen im 19. Jahrhundert das Malz zu besteuern. So begannen die Iren den Whiskey aus gemälzter und ungemälzter Gerste herzustellen. Der ungemälzte Anteil überwiegte, so dass man einiges der Malzsteuer einsparen konnte. So wurde eine völlig neue Whiskeygattung geboren, die noch heute sehr beliebt ist. Noch heute werden Redbreast und Green Spot nach diesem Verfahren hergestellt. Durch diese Entdeckung ist es Irland möglich tolle Blended Whiskeys herzustellen. Sie verwenden nicht nur Single Malt und Grain Whiskey, sondern fügen auch noch Pure Pot Still Whiskey hinzu. So ist es möglich eine tolle geschmackliche Vielfalt in Irland zu erzeugen.

Seit 2012 entstehen viele neue Destillerien in Irland. Einige dieser neuen Destillerien haben sich nun auch auf Single Pot Still Whiskey spezialisiert. Besonders interessant ist, dass einige Brennereien Pot Still Whiskey herstellen, nach 100 Jahre alten Rezepturen. Diese dürften sie heutzutage nicht mehr Single Pot Still Whiskey nennen, da der Getreideanteil, anderer Getreide zu hoch ist. Dies ist aber der traditionelle irische Whiskey und diese Brennereien kämpfen dafür, dass sie diesen Whiskey auch Pot Still Whiskey nennen dürfen. In diesem Bereich gibt es gerade ganz viel Bewegung in Irland und es ist spannend, diese Entwicklung zu verfolgen.

 

Irische Destillerien

 

Bis 2012 gab es in Irland nur 4 Brennerein: Midleton Distillery, Bushmills Distillery, Cooley Distillery und Kilbeggan Distillery. In 2012 kam dann die Dingle Distillery als erste Craft Distillery hinzu. Seit diesem Zeitpunkt gibt es einen großen Aufschwung an irischem Whiskey und Destillerien. Bis heute (Stand: 2020) gibt es nun wieder über 30 aktive Whiskeydestillerien. Die Whiskeylandschaft in Irland hat sich sehr entwickelt und vergrößert. Eine viel größere Geschmacksvielfalt ist auf dem Markt und auch mit verschhiedenen Fassfinishes wird experimentiert. Irland ist moderner geworden und möchte trotzdem gleichzeitig die alten Traditionen aufleben lassen. Ein Land, dass es geschafft hat innerhalb weniger Jahre wieder viele neue Destillerien zu etablieren.

Lange Zeit war es still um den irischen Whiskey. Durch das Handelsembargo, das die Engländer gegen Irland verhängten, war es Irland unmöglich Whiskey zu exportieren. So schaffte es der schottische Whisky die Weltmärkte zu erobern. Die Destillerien fingen an zu zerfallen. In den 60er Jahren beschlossen die Powers, Jameson und Midleton Distillery, die Irish Distillers Limited (IDL) zu gründen. Etwas später kam Bushmills noch hinzu. Sie fingen an die Anlage in Midleton wieder in Betrieb zu nehmen. So war es möglich, dass die produzierten Whiskeys, bis auf Bushmills, alle aus dieser Anlage stammten.

In den 80er Jahren wurde die IDL von der französischen Pernod-Ricard-Gruppe übernommen. So war es möglich den ausgezeichneten Whiskey über weltweite Vertriebskanäle zu verbreiten. 2005 wurde die Old Bushmills Distillery an Diageo verkauft und gehört seitdem nicht mehr zu der IDL.

Midleton ist heute einer der bedeutesten Whiskeystandorte der Welt und in der Old Bushmills Distillery werde noch heute großartige Single Malts hergestellt. Der irische Whiskey hat sich in die Welt zurückgekämpft. Irland ist wieder eine Whiskeynation geworden mit vielen verschiedenen Destillerien, die uns in den nächsten Jahren eine große Vielfalt aufzeigen wird.